Nun, den Autokauf bei einer Auktion haben wir ja bereits in einem anderen Blog-Eintrag bereits geschildert (November 2007!).
Letztlich ist der Autokauf recht unproblematisch.
Folgende Dinge beachten:
- Ein Gebrauchtauto kann z.B. an eine Bank verpfändet sein. Der neue Käufer übernimmt dabei dieses Pfand! Also unbedingt VOR Autokauf prüfen, ob das neue gute Stück verpfändet ist. Falls ja, Finger von lassen. Prüfung über https://www.vir.co.nz/ (Motor Vehicles Security Register, ca. 25 NZD).
- Der Verkäufer muss eine Warranty-of-Fitness (WOF) nachweisen. Diese darf nicht älter als 4 Wochen sein! Dieses Papier ist mit unserem TÜV in Deutschland vergleichbar. Eine WOF ist bei einem Gebrauchtauto 6 Monate gültig.
- Bei einem Autokauf wird das Nummernschild nicht verändert. Der neue Eigentümer übernimmt also die bisherige Nummer.
- Das Auto kann dann bei einem Postamt (!!) registriert werden: Kaufvertrag, WOF und VIN (Vehicle Identification Number) müssen angegeben werden. Kostenpunkt ca. 200 NZD. Hängt auch von der Motorisierung und Kraftstoffart des Fahrzeugs ab.
Alternative: Verlängerung bei dem AA (Automobilclub). - Wurde das Auto bei einer Auktion erworben und das Auto war noch nicht in NZ registriert, beantragt der Auktionator das Nummernschild. Gleiches gilt für einen Händler. Kosten dann ca. 340 NZD.
- Teilweise werden offensichtlich Autos mit manipulierten Kilometerzählern verkauft. Dies kann unter Umständen bei einem Auto mit einem mechanischen Kilometerzähler passieren. Sobald der Kilometerzähler elektronisch ist, ist die Manipulation offensichtlich schwieriger bis unmöglich.
- Vielfach kann VOR dem Autokauf auch ein mechanical and electrical check durchgeführt werden. Sicherlich eine gute Sache, wir hatten jedoch darauf verzichtet.
- In Neuseeland ist der deutsche Führerschein 12 Monate nach Einreise gültig. Offensichtlich reicht der nationale deutsche Ausweis.
Wer 100%-tig sicher gehen will, lässt sich einen internationalen Führerschein ausstellen. - Der NZ-Führerschein muss nach spätestens 12 Monaten abgelegt werden. Wer einen deutschen Führerschein besitzt, muss nur eine theoretische Prüfung absolvieren, kostet ca. 50 NZD.
- Eine Mitgliedschaft im AA ist letztlich sicher eine gute Sache. Erst recht, wenn man ein gebrauchtes Fahrzeug kauft und sich nicht sicher ist, ob dir mit dem Auto doch nicht eine Panne unterläuft. Mitgliedschaft derzeit 60 NZD/Jahr. Leistungen sind ähnlich dem deutschen ADAC.
- Toyota ist bzgl. des Werkstattnetzes und der Preise für Ersatzteile und Arbeitslistung aus unserer Sicht erste Wahl. Ein kompletter Zahnriemenwechsel liegt bei ca 350.- NZD und damit an der unteren Preisspanne.
Sündhaft teuer sind offensichtlich Volvo und Saab. Teuer sind auch grundsätzlich alle europäischen Marken. - Obwohl wir bei der Auktion super Angebote für VW und Audi hatten, haben wir uns dann doch für einen Toyota entschieden.
- Unbedingt von der deutschen Versicherung eine Bescheinigung über die Versicherung in Deutschland geben lassen. Diese wird hier in NZ akzeptiert und man wird bzgl. der Versicherung in die günstigste Klasse eingestuft!
- Bei der Versicherung für das Auto existiert keine Pflicht. Wenn du also in einem Unfall verwickelt bist, keine Schuld hast aber die Gegenpartei weder Versicherung von Geld besitzt, bleibst Du auf Deinem eigenen Schaden sitzen.
Daher aus unserer Sicht eine Vollkaskoversicherung abschließen. Diese springt dann auch in dem geschilderten Fall ein.
Unbedingt Preise vergleichen!
Ja, es gibt auch Rabattretter-Tarife. - Und ganz wichtig: Manche Versicherungen verlangen eine höhere Selbstbeteiligung, wenn man nicht im Besitz eines NZ Führerscheines ist! Teilweise muss man den Besitz des NZ-Führerscheines für z. B. mind. 2 Jahre nachweisen!
Derartige Bestimmungen stehen im Kleingedruckten!!
Der Tipp am Schluss:
Erst einmal einen Japser kaufen Toyota ist eine gute Wahl. Europäische Autos und Sprittfresser erst einmal meiden. Auto bei trademe oder bei Turners kaufen. Versicherung abschliessen.
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