Haus
Die Haussuche hat sich doch als etwas schwieriger herausgestellt, als gedacht. Dennoch, wenn man flexibel ist, kann man durchaus in 4 Wochen ein nettes Haus finden.
Bei der Wohnungssuche sind einerseits die Tageszeitungen eine Hilfe als auch die lokalen Tagesblätter. Die großen Tageszeitungen kann man überall kaufen, die regionalen Zeitungen sind kostenlos und meistens bei den Dairy-Shops zu bekommen. Diese Shops sind so eine Art Tante Emma Laden.
Der Großteil der Wohnungen wird im Raum Auckland /North Shore über Immobilien-Agenturen vermittelt. Diese sind genauso arrogant und überheblich wie bei uns in Deutschland. Die Provision für diese Agenturen liegt bei 1-2 Wochenmieten.
Zu den Fachkenntnissen und Informationen dieser Agents: Ärgerlich ist, dass die Mitarbeiter zum Größten Teil von Tuten-und-Blasen keine Ahnung haben. Norden war interessanterweise immer eine andere Himmelsrichtung (so, wie es gerade am Besten gepasst hat), bzgl. insulation (Wärmedämmung) konnten keine Auskünfte erteilt werden etc. Man muss sich also selber eine kleine Liste der wichtigen Punkte erstellen.
Am Wichtigsten ist sicherlich, bei Eintritt in Haus/Wohnung seine Schnüffelnase gleich zu aktivieren und nach modrigen Geruch Ausschau halten. Im Winter haben alle Häuser das gleiche Problem mit der Luftfeuchtigkeit (es regnet viel, es ist kühl, aber es gibt keine Heizung im Haus). Daher ist die Anschaffung eines Dehumidifiers wirklich zu empfehlen.
Ansonsten bleibt noch zu erwähnen, dass die Häuser mit Angaben bzgl. Zimmer angepriesen werden. Angaben in qm2 etc. sind absolut unüblich. Ein Haus mit zwei Garagenplätzen, 2-3 Bädern ist durchaus üblich. Garten je nach Haus.
Eine Alarmanlage im Haus ist sicherlich eine feine Sache. Einbrüche sind nicht an der Tagesordnung, kommen aber doch immer wieder vor. Die Fenster sind natürlich auch sehr einfach zu knacken, dazu muss man kein Panzerknacki von Donald Duck sein.....
Zu erwähnen ist noch, dass manche Verträge das Hinzufügen von picture holes untersagt. Wir hatten Glück, da unsere Wohnung bereits so viele holes aufweist, dass wir prima die bestehenden Löcher verwenden konnten, und zugleich ein paar neue Löcher eingeschlagen haben. Das war nach Aussage unserer Immobilientante aber kein Problem.
Kaution: Ja, es gibt eine bond in Höhe von 2-3 Wochenmieten. Diese wird an eine staatliche Gesellschaft eingezahlt (steht also nicht dem Vermieter direkt zur Verfügung). Diese verwaltet alle bonds in NZ. Der Staat möchte auf dies Art und Weise die Streitigkeiten bei Auszug des Mieters zwischen Vermieter und Mieter reduzieren.
Mietvertrag: Kurz, knapp, bündig. Umfasst eine Seite, vielleicht zwei. Das war’s dann aber auch. Strom, Müll usw. muss man alles selber organisieren. Am Besten einfach ins Internet gehen und entsprechende Suchanfragen starten. Die ersten Treffer verweisen dann bereits auf entsprechende Firmen und Unternehmen.
Bzgl. Breitbandanschluss mal den Vormieter fragen, welche Verbindungen er genutzt hat (siehe unten).
Bzgl. Heizung: Für den Winter auf jeden Fall noch einen heater kaufen. Trademe ist da eine hervorragende Adresse. Unbedingt einen Heater mit fins (Rippen) kaufen, nicht einen radiator. Der radiotaor ist zwar schneller im Heizen, bringt aber nur trockene Luft und braucht deutlich mehr Energie.
Der Tipp am Schluss:
Für ein Haus sollte man durchaus 3-4 Wochen einkalkulieren. In der Zeit findet man in der Regel was Hübsches, vorausgesetzt, man ist etwas flexibel. Bei der Besichtigung alles genau inspizieren, nach Schimmelresten suchen (die typischen Stellen, kennt man ja) oder "riechen". Durchaus den Vormieter nach Gründen des Auszugs fragen!
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