Freitag, 1. Februar 2008

Lebenshaltungskosten



Die Kosten für täglichen Bedarf sind wirklich ein Thema für sich. Eines vorab: Ich teile ich keinster Art und Weise die Meinung, in Neuseeland sei alles billiger. Im Gegenteil, es ist teurer als in Deutschland! Und zwar wesentlich teurer! Ich will mich nicht beschweren, es stört mich nur die Aussage es sei hier viel billiger....!

Warum? Nun einmal gibt es ja keine richtige Konkurrenz hier. Der Wettbewerb ist bei weitem nicht so stark wie z.B. in Deutschland. Der Markt ist dazu ganz offensichtlich zu klein!
(Beispiel 2GB RAM Chips für meinen PC: $240.- in Neuseeland, $80.- bei Ebay in Deutschland und $50.- in den USA bei EBay! Diese Preise sagen alles ....)

Nicht den Fehler machen, und Euro in Dollar umrechnen. Das funktioniert natürlich nicht. Man muss seine eigene Kaufkraft kennen und diese im Verhältnis zu den Preisen stellen. Und dann sieht die Welt anders aus.

Starten sollte man mit dem Einkommen. Das liegt im Landesschnitt irgendwo bei 30.000 – 35.000 Dollar /Jahr. Das trifft natürlich nicht auf einen IT-ler wie mich zu, aber sicher auf Handwerksberufe u.ä. Abzuziehen sind hier noch die Steuern in Neuseeland, bei 35.000 Dollar sind das 19.5% (inkl. Krankenversicherung, siehe eigener Blog-Eintrag).

Wenn Du jetzt im Pack’n’Save – eine Billigkette in Neuseeland - einkaufen gehst, musst Du im Schnitt mit folgenden Preisen rechen. Nagelt mich jetzt nicht fest auf einen spezifischen Preis - auf jeden Fall stimmt die "Preisrichtung":


Milchprodukte
Parmesankäse, 250gr, $6.-
Camembert, 250gr, $5.-
Edamer, 500gr, $6.-
Frischmilch, 1l, $3.-
Eier, 12 Stück, $4.-
Mozzarella, 350gr, $5.50
Creme Freche, 200gr, $3.-
Margarine, 250gr, $2.-
Butter, 250gr, $3.-


Getränke
Orangensaft, 1l, $4.-
NZ-Bier (ganz gut!), 12x330ml, $15.-


Tiefkühlkost
Pommes, 1kg, $5.-
Eis, 1l, $5.-
Pizza, mittelgroß, $5.-


Brot, Teigwaren, Kuchen
- Aufbackbrötchen, 12 Stück, $5.-
- Torte, ab $20.-
- Brot, Toastbrot $3.50

Getränke
- Bier NY, 15 x 330ml, $20.-



Sonstiges
- Sonneblumenöl, 2l, $6.-
- Gurken, 1 Glas 700gr, $3.-
- Zeitung Wochenende $3.-
- National Geographic Heft $10.-
- Müsli, 750 gr, $5.-
- Geräucheter Lachs, 200gr, $10.-
- Meeresfisch Trevally, 1kg, $25.-


Gemüse
- Blumenkohl, Stück (kleiner Kopf), $2.-
- Tomaten, 1kg, $6.-
- Paprika grün, Stück, $1.-
- Paprika, rot, Stück, $1.50
- Zuccini, 1kg, $6.-
- Brokkoli, 1kg, $6.-
- Aubergine, Stück, $4.-
- Bananen, 1kg, $3.-


Weitere Kosten
KFZ Kauf, Gebrauchtwagen, Toyota, 8 Jahre, ca. $6000.-
KFZ Versicherung, niedrigste Prämie, pro Jahr, $500.-
KFZ Registration, pro Jahr, 2l Motor, $185.-
Spritpreis, 1l Normal, $1.90

Krankenzusatzversicherung, 2 Erwachsene 1 Kind, pro Monat, $140.-

Flug Auckland-Sydney, Economy Angebot/Sales, 1 Erwachsener, $ 500.-
Flug Auckland-Deutschland, Economy Angebot/Sales, 1 Erwachsener, $ 2500.-

Haus, 4 Zimmer, 25 km ausserhalb von Auckland, pro Woche, $450.-
Haus, 4 Zimmer, 15 km ausserhalb von Auckland, pro Woche, $550.-
Elektrizität + gas, 4 Zimmer Haus, pro Monat, $120.-
Internet+Festnetzanschluss, pro Monat, $70.-

CD aktueller Interpreten, $20.- bis $25.-
Activity Bungee Jump etc., 1 Erwachsener, ab $120.-
Teilnahme beim Ocean Swim 2008 :-), 1 Wettbewerb, $35.-

Transport Container Auckland zu 25km entfernten Haus, $800.-





Allerdings muss ich auch sagen, dass die Qualität der Produkte wirklich hoch ist. Und man gewöhnt sich so schnell daran: Wie herrlich gut die Ananas hier schmecken, die Kiwis, das Gemüse. Es ist eben wirklich frisch, das Land ist auch nicht so gross, dass man die Sachen hier ewig land über irgendwelche Highways durch die Weltgeschichte transportieren könnte. Der Käse ist fantastisch gut. Und das neuseelnändische Bier ist wirklich auch in Ordnung, die Mehrheit kommt allerdings aus Australien und ist ebenso in Ordnung (kein Chemiemix wie manchmal in den USA, alle Amerikaner mögen mir verzeihen. Ihr Amerikaner könnte viel, nur vom Bierbrauen verstehen die nix :-) .....



Der Tipp am Schluss:
Liste aller möglichen Monatsausgaben erstellen. 20% Reservce dazu addieren. Gehalt gegenüberstellen. Dann schauen, ob ihr mit dem Einkommen klar kommt. Nicht zu optimistisch kalkulieren!




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